Dieses Modell wurde auf der Grundlage unserer eigenen Studien und vieler anderer Forschungsbemühungen weltweit entwickelt. Wir haben viele Jahre lang darüber geforscht, wie Konflikte und deren Eindämmung reduziert werden können.

Wir begannen mit Studien zu den Themen Entweichungen von Patienten, Grenzüberschreitungen, offizielle Meldungen von Konfliktvorfällen, Fixierung, Haltung zu Eindämmungsmaßnahmen, Zwangseinweisungsverfahren und Haltung von Pflegepersonen gegenüber Menschen mit Persönlichkeitsstörungen. Danach folgten einige umfangreichste Studien zur Pflege in der Akutpsychiatrie: Vergleich von 136 Stationen in der City-128-Studie, Beobachtung vom Veränderungen über einen Zeitraum von 4 Jahren bei einem Träger in der Tompkins-Acute-Ward-Studie, Test eines Maßnahmenplans in der City-Nurses-Studie. Seither haben wir Daten über 522 Patienten in der CONSEQ-Studie zusammengeführt und Beobachtungen zu höchst konfliktanfälligen Patienten in der HICON-Studie vorgenommen. Nebenbei wurden Fragebögen und Checklisten entwickelt, die in viele Sprachen übersetzt wurden und jetzt international im Einsatz sind. Allerdings fließen auch seit vielen Jahren Informationen über internationale Forschungen anderer Wissenschaftler in das Safewards Modell ein. Wir haben über tausend Publikationen anderer Forscher zu folgenden Themen durchgesehen: Aggression, Entweichung/Therapieabbruch, Alkohol-/Drogenmissbrauch, Selbstverletzung, Selbsttötung, Ablehnung von Medikation, Bedarfsmedikation, Eins-zu-eins-Überwachung, IM-Zwangsmedikation, Isolierung, manuelle und mechanische Fixierung.Daraus konnten wir wertvolle Lehren ziehen, und es entstand ein viel aussagekräftigeres Modell mit vielen anwendungsorientierteren Interventionen.

Eine Abhandlung mit allen Literaturhinweisen überdie Evidenz hinter dem Safewards Modell kann hier aufgerufen werden.

Die RCT Safewards Studie

Auf der Grundlage des Safewards Modells wurden rund 300 Ideen für Maßnahmen entwickelt, mit denen das Stationspersonal die Häufigkeit von Konflikten und deren Eindämmung reduzieren könnte, um psychiatrische Stationen sicherer zu machen.

Diese wurden bewertet, zusammengeführt und dann von einer Gruppe von Betroffenen, Pflegefachpersonen und professionellen Experten auf eine Liste von 16 potenziellen Interventionen für eine Studie reduziert. Wir nutzten diese 16 Interventionen für einen Feldversuch auf 4 Stationen in einer psychiatrischen Klinik. Die Ergebnisse führten dazu, dass die Anzahl der Interventionen auf 10 reduziert werden konnte, die wir dann weiter verbesserten. Sie wurden im Rahmen einer einfach verblindeten, randomisierten und kontrollierten Studie auf 31 Stationen in 15 verschiedenen Kliniken getestet.

Die Kontrollgruppe umfasste 15 Stationen, während die Safewards Interventionen auf den anderen 16 umgesetzt wurden. Die Safewards Interventionen führten zu einem Rückgang der Konfliktrate um 15 % und zu einem Rückgang der Eindämmungsrate um 24 %. Ein vollständiger Studienbericht wird hier eingestellt, sobald er verfügbar ist.

Argumente für Safewards auf Ihrer Station, in Ihrer Klinik oder bei Ihrem Träger

Hier haben wir eine Reihe von Powerpoint-Folien vorbereitet, die wir schon weltweit bei Präsentationen benutzt haben. Sie können sie gerne für Präsentationen bei Ihrem eigenen Träger verwenden oder abwandeln. Ergebnisse der Safewards Studie.

pptDAS SAFEWARDS MODELL

Alternativ können Sie auch ein Video von Professor Len Bowers zu Präsentationszwecken nutzen, in dem er die Ergebnisse bei Orygen im australischen Melbourne vorstellt.