Man sollte die Station als soziale Gemeinschaft begreifen, die Patienten einen starken Halt bietet, damit sie ihr Verhalten festigen und auf eine Entlassung hinarbeiten können. Die Hilfe und Unterstützung der Patienten untereinander hat bei ihnen einen hohen Stellenwert. Außerdem werden selbst kleine helfende Gesten dem Helfer hoch angerechnet, was seine Rolle im sozialen Gefüge stärkt und seine Selbstachtung durch das Gefühl steigert, einen bedeutsamen Beitrag geleistet zu haben. Zudem werden gewalttätige Übergriffe von Patienten in der Hälfte der Fälle durch Patientenverhalten und/oder Interaktionen zwischen Patienten ausgelöst. Wenn wir es den Patienten angewöhnen können, sich gegenseitig positiv zu begegnen, die eigenen emotionalen Reaktionen auf das Verhalten von anderen in den Griff zu bekommen und unseren gegenseitigen Erwartungen zu entsprechen, dann trägt das ebenfalls dazu bei, das Auftreten von Konflikten einzudämmen.

Eine freiwillige Besprechung mit allen Patienten und diensthabenden Mitarbeitern, die vorzugsweise gleich morgens als erstes angesetzt wird und auf keinen Fall seltener als dreimal in der Woche stattfinden sollte. Je öfter sie stattfindet, desto kürzer kann sie sein. Thema ist jeweils, wie für den Rest des Tages einer dem anderen behilflich sein kann, wobei einer strukturierten Tagesordnung gefolgt wird. Wenn alle Punkte abgearbeitet sind, kann die Besprechung für den Tag beendet werden. Sie muss nicht von einer Pflegeperson geleitet werden. Die vier Tagesordnungspunkte können auch in andere Stationsbesprechungen mit allen Patienten und Mitarbeitern eingebunden werden.

Laden Sie die gesamte Maßnahmenbeschreibung herunter, lesen Sie sich sorgfältig alles durch und sehen Sie sich die Beispiele an, bevor Sie mit der Umsetzung dieses Maßnahmenplans beginnen.

pdfKomplette Beschreibung der Intervention „Gemeinsame Unterstützungskonferenz“

pdfPatienteninformation für die „Gemeinsame Unterstützungskonferenz“

pdfPoster 1 Werbung für die GUK

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